Akt 1: Abendsonne
Totes Licht des Neumondes zog über den Himmel der Abendsonne und ein Gott fiel.
Tod erneuert Leben und Leben führt zum Tod, ein Kreislauf ist geboren.
Taten und Wünsche predigen Hass und Habgier und die Klauen des Himmelkönigs bohrten
sich tiefer in den Torso des Lebens und der abendliche König der Dunkelheit brach einher
das Schwert mit seinen Kindern.
Wandelsterne geboren aus dem Schatten des Urkosmos streunen durch die Ebenen der Zeit.
Dort wo Licht ist, ist auch Schatten.
Finsternis erschafft.
Licht zerstört.
Die schwärze der Seele ist Wahrheit wo nur Falschheit die Sünde der Gottheit des
hellen Sternes ist.
Königsblut wurde vergossen.
Akt 2: Rondell der Zeit
In diesem Rondell der Zeit, dem Todeshain der Moral finden sich ein
die Gebrüder Tod und Verheißung um den Vater der Nacht zu Empfangen in
seinem bereiteten Königreich.
Dort, dem Leben entrissen scheinen ein das Licht und der Glanz der Verzweiflung um den
Aufgang eines neues Sternes zu begrüßen.
Leben und Tod, Träne um Träne für die Verdammten, lebt ein König in den Heerscharen der Sünder
und seine Krone ist Rot vom Blut seines Goldes.
Und die Jünger machen sich ein Kreuz, und das Kreuz predigt Zerstörung.
Und das Kreuz hat die Macht des Todes, denn es bringt Leben.
Die Tore des Wandelsterns des Königs der Finsternis haben sich geöffnet und es lebt der
Urinstikt des Primitiven.
Der Gott der Verdammnis und sein Bruder Wahrheit haben sich in inniger Vertrautheit auf einem
staubigen Funken Kosmos eingefügt in das Rondell der Zeit.
Akt 3: Kaiserreich des Todes
Das Kaiserreich des Todes schimmert dunkel in den Morgengrauen, denn dort
nächtigt die Flamme des Abyss über den Todesmutigen und ihren schaelen Opfern.
Weingeist und Buch, Kerze und Schwert sind die Waffen der neuen Zeit.
Wabende Flammen stoßen auf, von den Gräbern der Erdgeister wo das Symbol für
Leben den güldenen Mantel der Zeit in einem Kosmos aus Widergang und Erneuerung
geschlossen.
Das Herz des Wandelsterns des Himmelkönigs ist zu Boden gefallen und zerbrach zu
eintausend mal neunhundert neuen Funken der Hoffnung und zerstreute sich über den
Erdball in Finsternis gehüllter Verderbnis.
Akt 4: Der Himmelskönig
Das Licht der Auferstehung kehrt nun ein in das Gefilde der abyssialen Zerstörung
und ein Schatten huscht über den Rücken der Zeit.
Die Söldner des Glaubens finden ein sich in das Königreich ihres Blutbades
und aus dem Kelch der Falschheit trinkt der Gekreuzigte seinen Wein.
Wahrheit ward geboren aus den Lenden des Zweiköpfigen und erfüllte
das Herz der Welt mit Revolution.
Aus dem Brachtal des Urgestein steht empor an der Spitze des höchsten Berges,
im unnahbarsten Gefilde, zu einer vergessenen Zeit, ein Baum und Feuervogel.
Akt 5: König der Könige
Und Phoenix schlägt feurige SChwingen in das Herz.
Wasser macht Erde und ist Leben.
Mensch du bist auferstanden aus den Aschen der toten Zeit.
Blut malt Zauber auf die kreidenen Felssparren und Sichel
und Kraut sperren aus das totbringende Licht des Wolkenkönigs.
Schwert durchdringt Fleisch und rohes Blei zerfetzt Torso.
König der Könige dein Reich ist gekommen.
Akt 6: Gottkönig des Leibes
Schwadron über Psalm über Phrase hagelt hinab aus den fauligen Morasten der Köpfe der Menschen
und es prasselt nieder ein Schwall kühnen und kalten Wortes auf die Armut des Verstandes der Niederen.
Intelligenz wirkt wie Arroganz, Weisheit wie Hochmut.
Knecht des Verstandens, Knappe der Religion und Gottkönig des Leibes, ich rufe dich an.
Du bist die Flamme im tiefsten Schlund der Erde, der Kern, der den Körper wärmt,
das Allgegenwärtige, die Luft die ich Atme, das Holz der Bäume, die Faser jeglichen Seins.
Dein Name ist Hass, der die Seele verschlingt, deine Insignie ist die Wiedergeburt, und dein
Kraut hebt mich herauf in die höchsten Dächer, wo sich zum Tempeldach hin, der Baum neu belaubt.
Nichts und Alles ist deiner Lenden Sohn und Tochter.
Ich beschwöre dich, Herr des Lebens, Fürst des Todes, Gott des Wandels.
TaDAAAA
Ah ja... Bevor ihr einen Kommentar "ablasst",
lest es lieber 2-3 Mal, und denkt drüber nach.
Interpretationsansätze kann ich gerne beisteuern, aber jeder der einiger Maßen "Ahnung" von Theologie und Wissenschaft bezüglich der Entstehung und dem Werdegang der Geschichte bis zum Jetzt hat, wird sich vieles selbst herleiten können.
Ansonsten...
Nacht :>











