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Die Weltgeschichte in 6 Akten

Pros Pero
Pros Pero (Rang: Hero)
2.8.2010 01:49:55
:> Meine Interpretation der Weltgeschichte - von Anfang bis Jetzt.

Akt 1: Abendsonne
Totes Licht des Neumondes zog über den Himmel der Abendsonne und ein Gott fiel.
Tod erneuert Leben und Leben führt zum Tod, ein Kreislauf ist geboren.
Taten und Wünsche predigen Hass und Habgier und die Klauen des Himmelkönigs bohrten
sich tiefer in den Torso des Lebens und der abendliche König der Dunkelheit brach einher
das Schwert mit seinen Kindern.
Wandelsterne geboren aus dem Schatten des Urkosmos streunen durch die Ebenen der Zeit.
Dort wo Licht ist, ist auch Schatten.
Finsternis erschafft.
Licht zerstört.
Die schwärze der Seele ist Wahrheit wo nur Falschheit die Sünde der Gottheit des
hellen Sternes ist.
Königsblut wurde vergossen.

Akt 2: Rondell der Zeit
In diesem Rondell der Zeit, dem Todeshain der Moral finden sich ein
die Gebrüder Tod und Verheißung um den Vater der Nacht zu Empfangen in
seinem bereiteten Königreich.
Dort, dem Leben entrissen scheinen ein das Licht und der Glanz der Verzweiflung um den
Aufgang eines neues Sternes zu begrüßen.
Leben und Tod, Träne um Träne für die Verdammten, lebt ein König in den Heerscharen der Sünder
und seine Krone ist Rot vom Blut seines Goldes.
Und die Jünger machen sich ein Kreuz, und das Kreuz predigt Zerstörung.
Und das Kreuz hat die Macht des Todes, denn es bringt Leben.
Die Tore des Wandelsterns des Königs der Finsternis haben sich geöffnet und es lebt der
Urinstikt des Primitiven.
Der Gott der Verdammnis und sein Bruder Wahrheit haben sich in inniger Vertrautheit auf einem
staubigen Funken Kosmos eingefügt in das Rondell der Zeit.

Akt 3: Kaiserreich des Todes
Das Kaiserreich des Todes schimmert dunkel in den Morgengrauen, denn dort
nächtigt die Flamme des Abyss über den Todesmutigen und ihren schaelen Opfern.
Weingeist und Buch, Kerze und Schwert sind die Waffen der neuen Zeit.
Wabende Flammen stoßen auf, von den Gräbern der Erdgeister wo das Symbol für
Leben den güldenen Mantel der Zeit in einem Kosmos aus Widergang und Erneuerung
geschlossen.
Das Herz des Wandelsterns des Himmelkönigs ist zu Boden gefallen und zerbrach zu
eintausend mal neunhundert neuen Funken der Hoffnung und zerstreute sich über den
Erdball in Finsternis gehüllter Verderbnis.

Akt 4: Der Himmelskönig
Das Licht der Auferstehung kehrt nun ein in das Gefilde der abyssialen Zerstörung
und ein Schatten huscht über den Rücken der Zeit.
Die Söldner des Glaubens finden ein sich in das Königreich ihres Blutbades
und aus dem Kelch der Falschheit trinkt der Gekreuzigte seinen Wein.
Wahrheit ward geboren aus den Lenden des Zweiköpfigen und erfüllte
das Herz der Welt mit Revolution.
Aus dem Brachtal des Urgestein steht empor an der Spitze des höchsten Berges,
im unnahbarsten Gefilde, zu einer vergessenen Zeit, ein Baum und Feuervogel.

Akt 5: König der Könige
Und Phoenix schlägt feurige SChwingen in das Herz.
Wasser macht Erde und ist Leben.
Mensch du bist auferstanden aus den Aschen der toten Zeit.
Blut malt Zauber auf die kreidenen Felssparren und Sichel
und Kraut sperren aus das totbringende Licht des Wolkenkönigs.
Schwert durchdringt Fleisch und rohes Blei zerfetzt Torso.
König der Könige dein Reich ist gekommen.

Akt 6: Gottkönig des Leibes
Schwadron über Psalm über Phrase hagelt hinab aus den fauligen Morasten der Köpfe der Menschen
und es prasselt nieder ein Schwall kühnen und kalten Wortes auf die Armut des Verstandes der Niederen.
Intelligenz wirkt wie Arroganz, Weisheit wie Hochmut.
Knecht des Verstandens, Knappe der Religion und Gottkönig des Leibes, ich rufe dich an.
Du bist die Flamme im tiefsten Schlund der Erde, der Kern, der den Körper wärmt,
das Allgegenwärtige, die Luft die ich Atme, das Holz der Bäume, die Faser jeglichen Seins.
Dein Name ist Hass, der die Seele verschlingt, deine Insignie ist die Wiedergeburt, und dein
Kraut hebt mich herauf in die höchsten Dächer, wo sich zum Tempeldach hin, der Baum neu belaubt.
Nichts und Alles ist deiner Lenden Sohn und Tochter.
Ich beschwöre dich, Herr des Lebens, Fürst des Todes, Gott des Wandels.


TaDAAAA :)
Ah ja... Bevor ihr einen Kommentar "ablasst",
lest es lieber 2-3 Mal, und denkt drüber nach.
Interpretationsansätze kann ich gerne beisteuern, aber jeder der einiger Maßen "Ahnung" von Theologie und Wissenschaft bezüglich der Entstehung und dem Werdegang der Geschichte bis zum Jetzt hat, wird sich vieles selbst herleiten können.

Ansonsten...
Nacht :>
Pros Pero
Pros Pero (Rang: Hero)
3.8.2010 09:50:29
x..x Feiglinge :>
Yoko Notorious
Yoko Notorious (Rang: Hero)
3.8.2010 15:31:19
Regt zum denken an (:
Pros Pero
Pros Pero (Rang: Hero)
3.8.2010 15:33:11
Danke für deinen Kommi <3
Yoko Notorious
Yoko Notorious (Rang: Hero)
3.8.2010 21:09:48
Nein, meinen Respekt, ich finde es wirklich gelungen!
Klingt sehr Gesellschaftskritisch in meinen Augen^^
Hut ab (:
Pros Pero
Pros Pero (Rang: Hero)
4.8.2010 13:39:24
Es ist zwar nicht der Kerngedanke die Gesellschaft zu kritisieren, aber
ja, du hast in der Hinsicht Recht.

Mir geht es vorallem darum zu zeigen, dass der Mensch schon immer adhärent war zu Gewalt, Schmerz und Blut.


CleoKatyaxXxLarocka TehSpamma
4.8.2010 14:54:51
es ist sehr, nunja, nebulös, irgendwie sogar poetisch, obgleich auch gesellschaftskritisch. Ich stimme Yoko zu, es ist wirklich gut gelungen und regt zum Nachdenken an.
Aus welchem Anlass hast du das geschrieben, wenn ich fragen darf?^^
Pros Pero
Pros Pero (Rang: Hero)
5.8.2010 16:50:29
Ich schreibe ohne Grund <..<

Eine besondere Form des "Écriture automatique" - Automatischen Schreibens :)
Wenn ich über etwas Nachdenke, schießen mir Bilder durch den Kopf, so wie ich es sehe, und verstehe, und das schreibe ich dann so nieder :)

Yoko Notorious
Yoko Notorious (Rang: Hero)
5.8.2010 16:52:39
> Es ist zwar nicht der Kerngedanke die Gesellschaft zu kritisieren, aber > ja, du hast in der Hinsicht Recht. > > Mir geht es vorallem darum zu zeigen, dass der Mensch schon immer adhärent war zu Gewalt, Schmerz und Blut. > > Das meint ch hauptsächlich mit Gesellschaftskritisch.
Oder besser Gesagt, eine Art Kritit an das "Menschsein", bzw. an die menschliche Natur.
Schon eine wiederliche Spezies, findet ihr nicht?^^
Pros Pero
Pros Pero (Rang: Hero)
5.8.2010 23:47:35
Zumindest in ihrer Komplexität, und Tragweite, - wir wissen
natürlich nicht, ob es andere Wesen gibt, die mit
dem Wissen und Denken der Menschen gleich auf ziehen können,
obgleich Ich an dieser Stelle anmerken möchte, dass der
Mensch nur 14% seines Gehirns aktiv nutzt, und damit
schon die totale Zerstörung der Welt und dieses kleinen
Universums herbeiführen könnte, nicht aber fähig ist, Krankheiten
zu heilen, - ist es überaus interessant zu sehen, was die Menschen aus ihren Fähigkeiten und Mitteln machen, ja da muss ich dir Zustimmen.
Aber ich möchte durachaus anmerken, dass man nicht nur das
negative in diesem Werk zu lesen suchen sollte, sondern auch die
schönen Aspekte, die die Weltgeschichte zu bieten hat.
Als Beispiel:
"[...]und erfüllte das Herz der Welt mit Revolution", aus "Der Himmelskönig"
Die Revolution war über die Jahrhunderte hinweg, in der Geschichte
der Welt schon immer die treibende und fördernde Kraft,
ohne welche wir heute nicht existieren würde.
Natürlich erinnert man gerne an die blutigen Abschnitte, alledings,
so sehe ich es, ist das schönste, der Wandel, der die Menschen
zu Menschen macht, und die löblichsten Momente der Liebe herauf beschworen hat.
Wie zum Beispiel der Danton in der franz. Revolution, der
erhängt wurde, für seine Ansichten und für sein Wissen, und er
stand ein für das was er war,und für das was er repräsentierte,
und dies ist ein Moment, der in mir, und auch auf meiner Haut,
ein prickelndes und wärmendes Gefühl hervorrruft.
Es zeigt mir, dass es in dieser blutrünstigen, totbringenden Welt
auch noch einen Funken Ehre gibt.

"Aus dem Brachtal des Urgestein steht empor an der Spitze des höchsten Berges,
im unnahbarsten Gefilde, zu einer vergessenen Zeit, ein Baum und Feuervogel," ebenfalls aus dem Himmelskönig.
Der Baum ist das Sinnbild für Leben und Standhaftigkeit.
Der Feuervogel symbolisiert die Fähigkeit aus Ruinen wieder
auf zu erstehen, wie es immer wieder geschehen ist.
Ich verweise nur einmal auf den 1. und 2. Weltkrieg, der auf
dem europäischen Kontinent ausgetragen wurde, - so gut wie alles
zerstört hat, und trotzalle dem, baute man in wenigen Jahrzenten ein
Königreich des Überflusses auf, - wer hätte das erahnen könnenn, wenn man sich die Bilder der Zerstörung in Erinerung ruft.

Und im "Gottkönig des Leibes" habe ich auch einen, nicht allzu
gut versteckten Verweis auf die elegant anmutende opportune
Eigenschaft der Menschen gelegt, auch aus dem Negativen
Kraft und Positives zu schöpfen, besonders hervorgehoben
dadurch, dass sich der Baum zum Tempeldach hin neu belaubt,
und der Zerstörer aus seinen Lenden Leben schafft.
"Dein Name ist Hass, der die Seele verschlingt, deine Insignie ist die Wiedergeburt, und dein
Kraut hebt mich herauf in die höchsten Dächer, wo sich zum Tempeldach hin, der Baum neu belaubt.
Nichts und Alles ist deiner Lenden Sohn und Tochter."
Ichigo Strawberry
Ichigo Strawberry (Rang: Stammgast)
1.10.2010 14:01:34
> Regt zum denken an (: Ich finde der text is wirklich gut geworden!
Ich denke er ist auch sehr interessant Formuliert
respekt!
Gelöscht. (Rang: Stammgast)
18.11.2010 15:25:01
Der Text ist wirklich von dir?
Wenn ja,muss ich meinen Hut vor dir ziehen.Du bist wirklich schreibbegabt.Dein Schreibstil gefällt mir sehr.^^

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